Die offene Hand.
G eschlchtlich.
Navarra, das Heinrich der Vierte bei der Bestei-gung des französischen Thrones mit Frankreich vereinigte,war früher ein selbstständiges Reich. Im zwölften Jahr-hunderte ward es von einem guten Könige beherrscht, derim Jahre 1173 ohne Erben starb. Die Stände des Rei-ches wünschten einen Nachfolger aus seinem Geschlechte.Es war in demselben kein Prinz vorhanden: aber desVerstorbenen Schwester, die mit einem fremden Fürstenvermählt war, hatte einige Monate vorher Zwillingssöhnegeboren. Man beschloß, eine Gesandtschaft an diese Fürstinabzuordnen und einem ihrer Söhne die Krone von Na-varra anzutragcn.
Zn diesem Geschäfte wurden drei ehrsame und verstän-dige Männer erkoren. Sie kamen an jenem Hofe anund trugen Navarra's Wunsch dem fürstlichen Paare vor.Beide waren nicht abgeneigt, einem der Knaben die ange-botcne königliche Krone zu gönnen, und überließen cs denGesandten, von den Zwillingen den zu wählen, zu wel-chem sic das meiste Vertrauen empfinden würden.