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und Beklemmung befreien, und eben so zwanglos und ge-müthlich mit ihm plaudern, als sie es vor Zeiten gcthanhatte. Aber sie machte bei dem Feste, das bald nachherin Eichberg gefeiert war, die Erfahrung, daß sic sich zuviel vorgenommen und zugetraut hatte. So voll auchdas Herz war, so widerspenstig stockte die Zunge, undsprach nur die unentbehrlichsten Worte der Höflichkeit aus,ohne der geselligen Abende im Poctengangc und in derWerkstatt der Papparbciten zu erwähnen.
Graf Heinrich schien gleiche Fesseln zu fühlen. Erversuchte zwar oft, ein heiteres Gespräch mit seiner jun-gen Freundin zu beginnen; es geschah jedoch immer miteiner so wortarmen Schüchternheit, daß die Unterredungbald wieder verstummte.
Die übrigen Gäste waren fröhlicher. Besonders weckteder von dem Grafen veranstaltete Tanz der Landleute eineallgemeine Lustigkeit. Nur Heinrich und Luise tanztenihren polnischen Rundtanz, der den Ball eröffnctc, mit soernster Würde, als hätten sic einander niemals zuvor ge-sehen.
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Frcndc und Leid.
Luisens Mutter war mit dem gegenseitigen Betragender jungen Leute, das sie für Abneigung hielt, gar nichtzufrieden. Sie baute, wie viele gute Mütter erwachsenerTöchter, immer Lustschlösser, in welche ihre Einbildungs-kraft das liebe Kind durch einen stattlichen Freier versetzte-Die Ankunft der beiden Grafen vcranlaßte wieder einensolchen Bau in die Lust. Der Vater rühmte, daß ihmLuise einen höchst wichtigen Dienst erwiesen, und der