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„Versprechen Sie mir, daß Sie meinen Schutzengel nichtschelten wollen, dann will ich cs Ihnen enthüllen."
Der Amtmann gab sein Wort, und der Graf erzählteihm nun, was schon dem Leser bekannt ist.
„Ich versprach, nicht zu schelten;" sagte Siegfried',„sonst hält' ich wohl Lust, diese Verheimlichung gegen michzu tadeln. Sie verdient aber Verzeihung, weil sie allerdingswegen des nachcilenden Feindes von entschiedenem Nutzenwar. Denn wäre mir bekannt gewesen, daß sich JoachimWerner noch in der Stadt befände, so hätt'ich es aller-dings für Pflicht gehalten, den dringenden Fremdling, derseine Gestalt so genau beschrieb, zu ihm zu senden."
„Dem Himmel sep Dank, daß cs nicht geschah!" crwie-dcrte der Graf. „Lebend hält' ich mich dem Häscher nichtüberliefert. Er war mir einige Mal hart auf der Spur;aber durch Luisens und Ferdinands Freundschaftentging ich ihm glücklich."
24.
Schluß der Geschichte des Grafen.
Als jener Nebcnpuukt sattsam besprochen war, fuhr derGraf in seiner Erzählung fort:
„Wir wandten »ns von hier mit behutsamen Schritten»ach Böhmen. Dort verschaffte ich mir einen Paß nach Wien,und in dieser großen Stadt lebte ich unerkannt und unver-folgt bis zum Tode meines Feindes, des Herzogs, der vor achtMonate» zu seinen Vätern versammelt wurde. Mit Vertrauenauf das frühere Wohlwollen seines Nachfolgers, entdeckteich ihm meinen Aufenthalt, erhielt einen Sicherheitsbrief,und kehrte nach meiner Hcimath zurück. Der gütige Fürstsetzte mich wieder in den Besitz meiner eingczogenen Güter,