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derern eine gute Nacht gewünscht hatte, sang er ein feu-riges Trinmphlied. Sein Bote war noch nicht von Kra-nichseld zurück; doch zweifelte er keinen Augenblick, daßPhilippinens Hand im Spiele scy.
Gegen Morgen langte der Hofcommissär in seinemHanse wieder an. Er war so ermüdet, daß er vier undzwanzig Stunden in Einem Striche schlief. Kurz nachseinem Erwachen übergab ihm ein reitender Bote ausKranichfeld folgenden Brief, den Philippine wahrscheinlichFritzen in die Feder gesagt hatte:
„Ich bin seit gestern mündig," schrieb er, „und heirathedas Fräulein von Elbau. Damit hoffe ich, mir den DankIhrer Mamsell Tochter zu verdienen. Machen Sie durchIhre Hand meinen Freund, den Rathsschreiber, glücklich!Sie haben in gewisser Rücksicht viel Ursache, es mit ihmnicht zu verderben. — Ich sende Ihnen diesen Brief durcheinen eigenen Boten, weil die Posten nach Tannenbühlund von dort her sehr unsicher gehen. — Leben Sic wohlund treffen Sie Anstalt, mir mein Vermögen zu über-geben."
Durch denselben Boten erhielt Herr Veilchen von Phi-lippinens Hand eine Copie dieses Schreibens. Sie riethihm dabei, den Umstand der unterschlagenen Briefe zuuntersuchen und ihn zu seinem Vortheil zu nützen.
Aber ehe er noch deßhalb einen Schritt that, kam ihmFalkner (den der Wink über die Unsicherheit der Postenerschreckt hatte) mit einer schriftlichen und feierlichen Ein-ladung zu einem Vcrsöhnungsmahle zuvor. Herr Veilchenstellte sich ein. Falkner empfing ihn mit kriechender Höf-lichkeit und war überhaupt so geschmeidig, daß man ihnum einen Finger hätte wickeln können. Ein schmeichelndesWort jagte das andere. Der Nathsschreiber trank sich