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7 (1847) Neue Talismane. Vacuna. Der graue König : mit sechs Stahlstichen
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Jetzt fiel der Contrast, den beide Brüder ein Körper undGeist gegen einander darstelltcn, mehr als jemals aufiHeinrich, ein fast vollendeter Weltmann, war die Seeleseiner Gesellschaften, und man drängte fich zu ihm, weiler angenehm und belehrend zu unterhalten verstand. Aberwelche traurige Figur machte dagegen der hölzerne Stu-dent! Er wußte durchaus von nichts als Prozessen zusprechen, und seine Bcrcdtsamkcit in diesem Fache war un-ausstehlich. Mit allen Menschen, die ihm in den Wurfkamen, sprach er davon, ohne ans Geschlecht und StandRücksicht zu nehmen. Doch gab er den Damen mitunterauch, einen Profefforschwank zum Besten, und jagte sie bis-weilen weil der Witz dieser Herren gemeiniglich etwasderb und ungesittet ansfiel noch weiter damit, als mitseinen Läuterungen und Appellationen. So machte er sichüberall zn einem unleidlichen Gesellschafter. Jedermannfloh sein langweiliges Geschwätz. Höchstens ergötzten sichetwa ein paar alte, versauerte Advokaten daran. Abersein aufmerksamster Zuhörer war sein Vater. Er hielt dirSalbadereien des jungen Pedanten für goldene Aepfel insilbernen Schalen, und ereiferte sich oft, wenn die Gesell-schaft, in anmnthigere Gespräche verwickelt, nicht daraufAcht gab, so heftig darüber, daß er, mit der Hand aufden Tisch schlagend, ausricf:Still! Mein Sohn spricht!"

Dagegen behandelte der verblendete Mann seinen jün-ger», trefflichen Sohn mit einem ungerechten Kaltsinn,und schmollte noch immer darüber, daß er nicht auch eingelehrtes Orakel, wie sein Bruder, geworden war. Die-sem Liebling bezeigte er einen so hohen Grad von Ver-ehrung, daß er sich dadurch bei allen vernünftigen Leutenlächerlich machte. Sobald der juristische Papagei zu plau-dern begann, blitzten die Augen des schwachen Greises vor