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kam ein alter Jäger, der theils in der Hand, theils inder Jagdtasche sechs Hasen trug und den Herrn Hof-In-tendanten sprechen wollte. Das fleißige Männchen sprangbehende von seinem Stuhl auf und fragte, was er bringe.„Diese sechs Hasen," antwortete der Forstmann, „die ichIhnen auf Befehl des Herrn Hofmarschalls, dessen Rcvier-jägcr ich bin, übergeben soll."
Es wäre sehr überflüssig, die frohe Bestürzung des Em-pfängers mit einem Aufwand von Worten zu beschreiben;denn jeder meiner Leser hat doch wohl irgend ein Malein Kind gesehen, dem Mamachen eine schöne Puppe vomWcihnachtsmarktc mitbrachte. Gerade so stand er mit off-nem Munde da, und streckte freudetrunken seine Hände denHasen entgegen. Eine volle Minute war er vor Entzückensprachlos. Dann fing er an zu stammeln: „Welche hoheGnade! Womit Hab' ich Unwürdiger sie verdient? Ichthue meine Schuldigkeit und bin übrigens, wie die Schriftsagt, ein unnützer Knecht."
Was weiß ich davon! sagte der Jäger lächelnd: Ichbefolge das Geheiß meines Herrn, und damit holla! Ma-chen Sie doch wegen der paar Häschen keinen so langenSenf!
„Nun, ich will jetzt stumm sepn;" versetzte Jener: „stumm,wie eine Wand, aber ich behalte mir vor, Seiner Ercel-lenz meinen unterthänigsten Dank abzustattcn. Leg' Erindessen, mein guter, lieber Mann, die kleinen Närrchenhier in mein Kabinet."
Ho, ho! so klein find sie eben nicht! fiel der Weidmannhastig ein: Es find zwei tüchtige Rammler darunter, überderen Große die Ercellenz selbst erstaunte.
Der Einwurf des Grünen setzte den Brandgelbcn inSchrecken und Angst. Er ward erst roth, dann blaß, und