ohne die gleißende Hülle, welche sie um sich werfen, wennsie wissen, daß sie beobachtet werden.
So viel zu meiner und meines Schriftchens Vertei-digung!
Zweites Kapitel.
Meine Herkunft.
Ich bin der Sohn einer silbernen Kaffeekanne, die fünf-zig Jahre lang einer wohlhabenden deutschen Familie diente.Sie war in ihrer Jugend sehr schön und erwarb sich beiHochzeiten und Kindtaufen viel Bewunderung und Lob;doch als sie alt ward, verstummten die Schmeichler, undsie sank in Verachtung. Die Kinder der Mode fingen an,ihrer ehrwürdigen Gestalt zu spotten und verwiesen sie inden Winkel eines Schrankes, wo sie einige Jahrzehnteganz vergessen stand.
Indessen trank man das schwarze Bankrottwaffer (mitLichtenberg zu reden) aus theuern Porzellangeschirrcn,die aber von unachtsamen Bedienten und Mägden so oftzerbrochen wurden, daß man, um den Abgang zu ersetzen,meine gute alte Mutter verpfänden und endlich sogar ver-kaufen mußte. Sie ging durch verschiedene Hände, kamzuletzt in die landessürstliche Münze, und endigte da ihrruhmvolles Leben im Schmelztiegel.
Ich mache diesen betrübten Todesfall allen meinen Freun-den und Gönnern hiermit bekannt, ersuche sie aber, sichmit Beileidsbezeigungen nicht zu bemühen. Diese verbitteich nicht aus der gewöhnlichen Bcsorgniß, daß solche (wiecs immer so eintönig als das Lied des Gnckgucks in den