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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
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sich auf beiden Seiten unsrer Erde in die Höhe und wirkriechen und graben in unserem tiefen Hohlweg fort, dumm,blind, taub, kauend, zappelnd, ohne einen größer» Gang zuehen, als den wir mit Käferköpfen in unfern Koth ackern.

Aber seitdem ist's auch mit meinen Planen ein Ende:man kann hienieden nichts vollenden. DaS Leben ist mir sowenig, daß es fast daö Kleinste ist, was ich für ein Vater-land hingebcn kann; ich treffe und steige bloS mit einemgrößcrn oder kleinern Gefolge von Jahren in den Gottes-acker ein. Mit der Freude ist's aber auch vorbei; meinestarre Hand, die einmal den Tod wie einen Zitteraal berührthat, reibet den bunten Schmetterlingstaub zu leicht von ihrenvier Flügeln, und ich lasse sie blos um mich flattern, ohnesie zu greifen. Blos Unglück und Arbeit sind undurch-sichtig genug, daß sie die Zukunft verbauen; und ihr solltmir willkommen in meinem Hause seyn, zumal wenn ihraus einem andern ausziehet, wo der Miethhcrr die Freudelieber hineinhat. O euch, ihr armen bleichen aus Erd-farben gemachten Bilder, ihr Menschen, lieb' und düld' ichnun doppelt; denn wer anders als die Liebe zieht uns durchdaS Gefühl der Unvergänglichkeit wieder aus der TvdeSascheheraus? Wer sollt' euch eure zwei Dezembertage, die ihr80 Jahre nennt, noch kälter und kürzer machen? Ach wirsind nur zitternde Schatten! Und doch will ein Schatten denander» zerreißen?

Jetzo begreif' ich, warum ein Mensch, ein König inseinen alten Tagen ins Kloster geht: was will er an einemHofe oder auf einer Börse machen, wenn die Sinnenwcltvor ihm zurückweicht und alles auösieht wie ein ausgespann-tcr großer Flor, indeß blos die höhere zweite Welt mit ihren