Druckschrift 
2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
52
Einzelbild herunterladen
 

52

/

- 1 -

Nro. 0000. war eine Kompagnie Hoslcute, mit rothennnd blauen Ordensbändern durchschnitten, welche an ihnenwie die rothc und blaue Farbe des Spiritus in Thermome-tern stehen, damit man ihr Steigen besser sehen könnedie gleich dem Silber glänzten und alles was sie berühr-ten, schwarz machten die keinen höher» und breiternHimmel sich denken konnten als den Thronhimmel nnd kei-nen größern Tag im Jahr als einen Courtag die in ihremLeben weder Väter waren, noch Kinder, noch Ehegatten,noch Brüder, sondern bloö Hoslcute die Verstand hattenohne Grundsätze, Kenntnisse ohne Glauben daran, Leiden-schaften ohne Kräfte, satirisches Gefühl der Thorheiten ohneHaß derselben, Gefälligkeit ohne Liebe und Freimüthigkcitzum Spaß deren Aechthcit man wie die des Smaragdsdaran prüft, daß sie wie er kalt bleiben, wenn man siemit dem Munde erwärmen will und die, die Wahrheitzu sagen, der Satan schildern mag und nicht ich. . . .

Oefel war zwischen Beata und die Ohnmächtige ein-gcmauert; Gustav war's ihnen gegenüber zwischen zwei kleinewitzige Dämchen: aber er vergaß die Nachbarschaft seinerArme über die seiner Augen. Aus Ocfels Gliedern schossenWitzfunken, als wenn ihn die Seide, die ihn umlag, clek-trisircn hälfe. Die Ohnmächtige war ihrer Lehnherrschaftüber ihn so gewiß, daß sie es für keinen Lehnfehlcr ansah,wenn ihr Lehnmann Beaten, seiner Teller-Nachbarin, dieschönsten Dinge sagte;er wird sich (dachte sie) ärgern ge-nug, daß er aus Höflichkeit nicht anders kann." Dem H. vonOefel war am Ende nie um etwas anders zu thun als umden Herr» von Oefel; er lobte, nicht um seine Achtung,sondern um seinen Witz und Geschmack auözukramen; er