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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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Gelegenheit hatte als zum Schimmer: so vergaß sie, daßes jenes bessere gebe. Aber wer zu etwas höherem geborenist als zur Welt- oder Hofglückseligkeit: der fühlt in bitter»Stunden seine versäumte Bestimmung. Es wird sich hier-her eine neue Ursache anzugeben schicken, die Oefcln ausScheerau warf: er sollte und wollte aus fürstlichen Befehlfür den Geburttag der Resident:'» ein Drama auf der Dreh-scheibe seines Pultes ausknätcn. Das Drama sollte Be-ziehungen haben. Auf dem Liebhabcrthcatcr zu Oberscheerau wo der Fürst nicht wie auf dem Kriegötheater Figurant,sondern erster Aktör war und wo er eine ordentliche Hoftruppeersetzte und ersparte sollte cs vom Fürsten, von Oefelund einigen andern gespielt werden. Der Fürst hatte nochAugen, die Residentin anzublickcn, noch eine Zunge, sie zulieben, noch Tage, cS ihr zu beweisen, noch ein Theater,ihr huldigen: gleichwol haßte er sie schon, weil sie zuedel für ihn war; denn seine Theaterrolle sollte (wie untengedruckt werden soll) mehr ihm als ihr Dienste thun.Oefel (welcher Ambassadör und Hostheaterdichtcr und Aktorauf einmal war, weil ein schlechter Unterschied ist) malte insein Drama Beaten hinein und wollte ihr durch ihr Abbildschmeicheln und verhoffte, sie werde mit agiren und ihr Por-trät zu ihrer Rolle machen. Alles dieß glaubte er von Gu-stav auch; aber unten werden wir eben sehen.

Gustav fühlte im alten Schlosse indeß über seineOhrcnnerven alle Visitenräder gingen und alle Besuch-Prozessionen um seine Augen schwärmten sich todten-allein.Er arbeitete sich in seine künftige Bestimmung hinein. Mehrals fünfzig Gcsandtschaftschreiber werden daher denken, erlernte Briefe und Herzen aufmachen, Weiber und Berichte