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benkameradcn, unter denen ich nichts höre als Rappicre undFlüche, lachen mich über alles aus. Sogar dieses Blattschreib' ich nicht unter ihnen, sondern unter freiem Himmelim stillen Lande*) zu den Füßen und aus dem Fußgestelleiner Blumcngöttin, von welcher Arm und Blumenkorb ab-gebrochen sind. Der gute Hr. von Ocfel ist unterdessen imalten Schlosse bei der Residentin.
Sobald ich nicht arbeite, drückt jedes Zimmer, jedesHaus, jedes Gesicht auf mich herein — Und doch, wenn ich'swieder thuc — zwar wenn trübes Wetter ist, wie in vo-riger Woche, mach' ich mein mathematisches Reißzeug so gernwie ein Schmuckkästchen auf; aber wenn ein Flammenmorgcnunter dem Geschrei aller Vögel, sogar der gefangenen,von den Dächern in unsere Gassen niedcrsinkt, wenn derPostillon mich mit seinem Horn erinnert, daß er aus deneckigen, spitzigen, verwitternden, unorganisch zusammenge-leimten Schutthaufen der getödtctcn Natur, die eine Stadtheißen, nun hinauskomme in das pulsircnde, drängende, knos-pende Gewühl der nicht ermordeten Natur, wo eine Wurzeldie andre umklammert, wo alles mit und in einander wüch-set und alle kleinere Leben sich zu Einem großen unendlichenLeben in einander schlingen: da tritt jeder Bluttropscn mci-
') So hieß der englische Garten um Maricnhof, den die Ge-mahlin des verstorbnen Fürsten mit einem romantischen,gefühlvollen, über Kunstregcln hinausrcichcndcn Geiste an-gelegt. Der Kummer gab ihr den Namen und die Anlagedes stillen Landes ein. Jetzt ist ihrer sterbenden Seele selbstdieses Land zu laut und sic lebt verschlossen. DiejenigenLeser, die nicht da waren, will ich mir durch eine Beschrei-bung des Gartens verbinden.