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sein Angesicht auf ihre Hand und stammelte: „o du Herz aus„meinem Herzen, o du ewig, ewig Geliebte, — ach könnt'„ich für dich bluten, für dich untcrgehen —" Plötzlich stander, wie von einer unermeßlichen Begeisterung gehoben auf,und sagte leiser, sie anschauend: „Klotildc, dich, Gott und„die Tugend lieb' ich ewig."
Sie drückte seine Hand und sagte leise: „O wie konnten„die Menschen und das Schicksal ein solches Herz verwun-den? Aber meines, Viktor, (sagte sic noch leiser) wird
„ihm nie mehr Unrecht thun."-Sie traten aus der Laube
— der Himmel hatte sich wie ihr Herz erschöpft in Freuden-thräncn und war blvs heiter — die Sonne war zugleich mitder großen Minute untergegangcn. Viktor ging langsam, alswenn er vor einem weiten Elysium vorbeigingc, das empfangneEden auf seinem Herzen tragend, heim in Dahore's stilleWohnung. Dahore sank, sitzend eingeschlummcrt, sanft hin-über und herüber, und Viktor, ob er gleich gern sein Herzan einer zweiten ähnlichen Brust auspochen lassen wollte,versagte sich es doch — und lehnte sich langsam an denwankenden Lehrer. Er hielt recht lange das schlummerndeHaupt an seiner brausenden Brust. Sein Frcudengewittcrkühlte sich ab zum heitern Himmel, und die erquickten Freu-dcnblumcn schlossen die Duft-Kelche der Erinnerung auf.Dahore schlug die Arme um seinen Liebling und dann erstwurde er wach: denn es hatte ihm geträumt, er umarmeihn, und als er aufwachte, war er froh, daß es ihm nichtblos geträumt hatte.
Genug! — Und ihr, ihr Menschen, die ich liebe, ruhtaus an der Erinnerung oder an der Hoffnung, wenn ihr wieich diese kleinen Blätter aus den Händen legt!