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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
214
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lung verschmähte, erzählte Klotilden mit jener Herzlichkeit,die sich so leicht mit Feinheit vermählen läßt, die Ursachenvon MatthicuS Reise, nämlich seine eigne kleine Thorheit inKufsewiz, wo er der Fürstin daö geschriebene b>II«t >Io»xmitgab. Er hätt' ihr auch ohnedas diese Eröffnung machenmüssen, um der fremden eines Anklägers vorzubaucn. Aberer setzte bei Klotilde voreilig die Zeitrechnung seiner kleinenJahrbücher voraus und merkte nicht an, daß er das Billetgeschrieben, eh' er wußte, daß Klotilde nicht Flamins Ge-liebte, sondern nur dessen Schwester sei*). Sie schwieglange. Er befürchtete diese Pantomime deö ZürnenS, undwagt' eS nicht, sich davon zu überzeugen durch einen Blickin ihr Angesicht. Endlich bat sic ihn an ihrem Liebling-Grünplatz, wo in der größten Vertiefung deö Thals grünerSchatten seine gemalten Zweige in: Sonnen- und Wasser-schcine wiegt, da bat sie ihn weder mit kalter noch stolzerStimme, sondern mit einer fast gerührten, sie ein wenig aufihrer Liebling-Grasbank, deren Seitenlehnen große Blumenwaren, auöruhen zu lassen. Als er vor ihr stand: so erblickteer erschrocken in ihrem beseelten Angesicht nicht einenmit der Höflichkeit ringenden Groll, sondern den rüh-renden Kampf gegen das Schicksal, das ihr den Liebling ihrerSeele verdunkelte, den uneigennützigen Schmerz über diegeschloffene Narbe, die sie aus seiner Tugend wcgwünschte.Ihr war, ihm war, als wenn das vorige Jahr sich wiedererhöbe von seinem Todtenkissen aus Freudenblumcn, die esbeiden ertreten hatte; sie waren recht traurig, Klotilde war

Denn erst als er von Kusscwiz zurückkam, erfuhr er aufder Insel von seinem Vater die Verwandtschaft Klvtildens.