Mensch, der die schönen Seelen liebt wie die schöne Naturund die kalten erträgt wie die Wintergegend, und der sichnie rächt, gehe nur an den Bächen auf und ab, weil da derFußsteig der Fischer ist, und weil du ans deinen dichterischenRingrcnnen keinem Bauern nur einen Zwiesclwagen vollHeu, wie ihn die Kinder aus Haselrnthcn siechten, niedcr-trcten willst! Fülle den Zwischenraum zwischen dem erstenund dem dritten Himmel, wo du Mittags nicht mit Abra-ham, sondern mit deiner Klvtilde am Tische der Aebtissinsitzest, mit einem zweiten, nämlich mit dem Umarmen derganzen Natur, die nie holder in die Seele hineinschauet, alswenn auf ihr nicht weit von der Seele eine — Geliebtewohnt! —
Ein Wandelgang zwischen zwei zusammcnblitzenden Bä-chen und zwischen ihren lackirten von Schaumwürmern be-schneieten Weiden überzog das ganze Innere bis auf jedenWinkel einer dunkeln Thräne mit Morgenglanz. — Nochdazu schaucte Viktor immer über die Wiese hinauf zu Ema-uucls offnem Fenster und ließ sich ein Lächeln von ihm wieeine laufende Welle voll Licht herunterwehen. — Noch dazublieb er nicht da, sondern ging zweimal hinauf und störteihn mitten in seinem Schreiben durch ein kindliches Umfassen.— Noch dazu legt' er seinen Augen Meilenstiefel an undlies über die ganze sich hier bäumende, dort sich bückende,hier leuchtende, dort schattende Landschaft, um eine Post- undReisekarte zu den schönsten Stelle» für die Nachmittag-Spa-ziergänge mit Klotilden schon hier voraus aufzunehmen undzu leimen, weil Nachmittags die Entzückungen vielleicht dieWahl der Entzückungen verfälschen! — Und so schuf die Na-tur in seinem Geiste ihren Morgen und ihren Frühling noch