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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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jede Blume in Maienthal, neben jede Entzückung würdesich dem Freunde die abgegrämtc Gestalt des Freundes stellenund fragen:kannst du so glücklich seyn, da ich's so wenigbin?"

Geschcidtcr war' eS, beide wären Mönche oder Hofleute;dann wäre ihnen zuzumuthen, daß sie, da die Freundschaftdie Ehe der Seelen ist, enthaltsam im Zölibate der See-len verblieben . . .

Eben beim Schluffe dieses Kapitels bringt der Hund dasneue und ich flechte beide gar ineinander und fahre fort:

Ohne sonderliche Aergerniß über das Ausbleiben derAntwort aus Maienthal ging Viktor den 4ten Mai einsamnach St. Lüne, und mit jedem Schritte, um den er näherkam, wurde seine Seele weicher und versöhnlicher. Alser ankam:

Es gibt in jedem Hause Tage, die in der Litanei ver-gessen wurden verdammte, verteufelte, verhcnkerte Tage wo alles gekreuzt geht und die Quere wo alles keiftund knurrt und mit dem Schwänze wedelt wo die Kinderund der Hund nicht Muck! sagen dürfen und der Erb-, Lchn-und Gerichtherr des Hauses alle Thüren zuwirft und dieHauö-Hcrrin das Schnarrkorpuö-Ncgister des Moralisircns*)zieht und den Silberton der Teller und Schlüsselbunde an-schlägt wo man lauter alte Schäden aufstöbert, alle Wald-frevel der Mäuse und Motten, die zerknickten Sonnenschirm-

*) Die meisten Weiber sind nicht eher Galgcnpatres (eigent-lich: Galgenmatrcs) und Kaserncnpredigerinnen, als bis sieteufclstoll sind, wie Sterne die meisten Einfälle hatte, wenner nicht wohl war.