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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
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gen; und nahm dafür selber den historischen Faden auf.Nämlich an einem Abend, wo der Hof nicht im Schauspielwar, hielt der Hofapothekcr (der Himmel weiß wie) seinNußknackergesicht aus einer der ersten Logen heraus. Matthieu,damals noch Page, postirte den Balgtreter im Scheitelpunkteseiner Perücke, nämlich in der Gallerie gerade über ihm.Der Kalkant ließ oben an einem unsichtbaren Roßhaar einenkleinen Haken nicdcrsteigen, der wie ein Raubvogel über derhcrausschauenden Perücke hing, die ich für ein Ideal vonHaaren halte. Denn sie schien aus dem Kopfe, dem dieLocken und die Vergettc längst ausgefallen waren, als Ein-geborncr und Fechser herausgewachsen zu seyn, und niemandnahm sie für adoptirtes Pelzwerk. Der Balgtreter ließ denHaken so lange über der Perücke wie einen Perpendikelschwanken, bis Gewißheit da war, daß er in die Vcrgettecingegriffen. Sofort bedient' er sich seiner Hände als Fuhr-mannöwinden und hob (wie der Frost andre Gewächse) dieganze Frisur aus den Wurzeln und zog langsam die Zopf-Perücke wie eine steigende Haar-Montgolstere in die Höhe.DaS Parterre und der erste Liebhaber und der Lichtputzerwurden vor Erstaunen zu Eisschollen, da sie den Schwanz-kometen in gerader Aufsteigung zur Gallerie aufgchen sahen.Auf dem Apotheker, der seinen Kopf äbgedeckt und kalt an-geweht fühlte, richteten sich die wenigen natürlichen Haareauch empor vor Schrecken, wie die künstlichen; und als ersich mit dem kahlen Scheitel umdrehte, um der Kreuzerhö-hung seines Haarwuchses nachzusehcn, ließ sein Zwilling-brudcr (um nicht entdeckt zu werden) das ganze härene Me-teor, das dem Haar der Berenice im Himmel nachwollte,gar unter die Leute herunterfallen vor seinem Gesichte vor-