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Rosa klopfte vor Lenettens Thür an und schritt sogleichhinein, damit sie nicht erst heraus käme und sähe, wer dasei. „Er habe sich von der Schützengesellschaft loSgeriffen —„ihr Mann komme bald nach und er erwarte ihn hier. —„Die Büchse desselben sei wieder recht glücklich!" mit diesenWahrheiten ging er der Erschrocknen entgegen, aber mit ei-nem angenommenen vornehmen kalten Erdgürtel auf demGesicht. Er schritt gleichgültig in der Stube aus und ab.Er fragte, ob das Aprilwetter sie gesund lasse, ihn matt' esmit einem schleichenden Fieber ab. Lenette stand furchtsamam Fenster, mit den Augen halb auf der Straße, halb aufder Stube. Er blickte im Vorbeigehen nach ihrem Nähtischund nahm ein rundes papierneS Haubenmuster und eineScheere und legte alles wieder hin, weil ihn einige Nadel-briefe anzogen. „Das ist gar Numero 8, sagte er, diese„Nadeln sind viel zu groß, — Madam*). — Man könnte„die Köpfe zu Schrot Nr. t. gebrauchen. — Hier haben Sie„Schrot Nr. 8, nämlich einen Brief Nr. 1. — Die Dame„muß mir danken, an der Sie ihn verstecken."
Dann trat er schnell an sie und zog ein wenig unterihrem Herzen, wo sie einen ganzen Köcher oder eine Dorn-hecke von Nadeln zum Verlage stecken hatte, eine kühn undgleichgültig heraus, hielt sie ihr unter die Augen und sagte:„Sehen Sie die schlechte Verzinnung; jeder Stich damit„schwärt." Er warf die Nadel zum Fenster hinaus undmachte Miene, die übrigen Nadeln aus der Gegend deSHer-
*) Den Lesern sag' ich's, daß eine große Nummer große Na-deln, und den Leserinnen sag' ich's, daß eine große kleinenSchrot anzcigt.