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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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ging jetzo von Brust zu Brust, von jedem Zündpulver auf-geschürt, das von einer Büchsenpfanne aufflog; und mit demarkebusirten Vogel zitterten allemal die übrigen Schützenzugleich.

Ausgenommen den H. von Meyern, der fortgegangenund da er alle Menschen, besonders unfern Helden insolchen Erwartungen sah zur Frau Siebenkäsin marschiretwar, bei der er der König einer Königin und mit mehr Ge-wißheit als ein Schützenkönig zu werden hoffte. Daö Au-genglas, hinter dem er nach jenem Adler und nach dieserTaube zielte denn er hielt's, wie Pariser, mitten in derStube vor sollt' ihm, dacht' er, wenigstens die Taube er-legen Helsen. Aber ich und die Leser schleichen ihm nachheralle in die Siebenkäsische Stube nach.

Die 70 Nummern hatten schon zweimal vergeblich zumKönigschuffe geladen: der zähe Stummel auf der Stangeregte sich kaum. Die armen zappelnden Menschenherzenwurden beinahe von jeder Kugel durchbohrt und erschüttert.Die Besorgnisse wuchsen, die Hoffnungen wuchsen; aber dieFlüche am meisten, diese Stoßgebete an den Teufel. DieTheologen hatten im siebenten Jahrzehend dieses Jahrhun-derts den Teufel oft in der Feder, als sie ihn entweder läug-neten oder behaupteten; aber die Kuhschnappler Schützenweit mehr, besonders die Patrizier.

Seneka hat unter den Mitteln gegen den Zorn daöeinfachste ausgelassen: den Teufel. Die Kabbalisten rühmenzwar die Heilkraft des Schemhamphorasch, eines entgegenge-setzten Namens, sehr; aber ich sehe, daß das Fleck- undScharlachfleber des Zorns, daö man leicht ausdemPhan-tasiren des Pazienten vermerkt, vielleicht eben so gut, als

Zean Paul's auSgelv. Werke. VIII. lg