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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Als er am Andreasmorgcn in seinen abgekürzten mitGalloschen besetzten Stiefeln von Lenettcn mit Küssen schied,sagte sie:unser Herr Gott gebe dir Glück und Sternund bewahre dich, daß du mit dem Gewehre kein Unglückanrichtest." Sie fragte noch etliche male, ob er nichtsvergessen habe das Augenglas oder das Schnupftuch oder den Beutel.Ucberwirf dich ja nicht (bat sie nochzuletzt) draußen mit dem H. v. Meyern!" Und nochzuletzt, als vor dem Rathhause schon einige Probedonner-schläge der Trommel fielen, setzte sie ängstlich hinzu:erschießedich um Gotteswillen nicht selber es wird mir den gan-zen Vormittag eiskalt über den Leib laufen, so oft einSchuß geschieht."

Endlich wickelte der zusammengeringelte Schützenknäulsich in langen Fäden ab und der wallende Zug schlug, wieeine lange Riesenschlange, unter Trommctenschall und Trom-mclknall laufende Wellen und jeder Schütze war ein Schlan-genbuckel. Eine Fahne, gleichsam der Kamm der Schlange,war auch dabei, und unter ihr war ein Fahnenträger ange-bracht, der seinen Rock als die tiefere Fahne trug. DieStadt-Soldateska, die mehr durch Gehalt als Anzahl glänzte,durchschoß mit weißen Rockblättern den gesteckten Kalenderder Schützengesellschaft. Der versteigernde Haarkräuslertanzte als der einzige gepuderte gemeine Mann mit derbleichen Hutgriffspitze daher, in der gehörigen Entfernungvon den vornehmen ledernen Zöpfen, die er heute angebun-den und gepudert hatte. Die Menge fühlte, was wahreHoheit sei, als sie gebückt hinauf sah zum Schützendirektor,zum H. Heimlicher von Llaise, der mitzog als die Aortedes ganzen Schlagadersystems, als das Elementarfeuer aller

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