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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
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ses Stilet selber oder daß sie nur den giftigen Grünspandavon hinunterschlucke. Er zog eigenhändig das Stichge-wehr aus ihrer Lippenscheidc, ritzte aber wenigstens be-jammerte er dieses wenig oder nicht den Amarellen-Mund. Ein rechtschaffener Venner glaubt sich in solchemFall zu den Heilkostcn und Schmerzengeldc verpflichtet; Lve-rnvcl zog freiwillig seine englische Patent-Pomade herausund strich sie auf ihren linken Zeigefinger und trug mit die-sem Pflaster-Spatel er mußte aber dabei ihre ganze Hand alsden Schaft deö Fingers anfassen und oft ohne seinen Willendrücken den Salben-Lack auf die unsichtbare Wunde auf.Das unglückliche Stilet selber steckte er in sein Hemde, in-dem er ihr seine eigne sr>I>ot-Nadel daraus gab und dabeiseine zarte weiße Brust gern erkältete. Ich bitte Leute,die den Dienst verstehen, inständig, meinen Helden freimüthigzu beurtheilen und mir im gesessenen Kriegsgericht die Be-wegungen und Plane anzuzeigen, die falsch gewesen wären.

Daher ließ er die Verwundete nicht mehr arbeiten, son-dern sich bloS die ausgcbaueten Aufsätze vorweisen; von einembestellt' er ein Exemplar für die gnädige Frau v. irinlse.Er bat sie, ihn aufzuprobircn, und rückte selber den Aufsatz,so wie ihn die Frau v. vl.iise trug. Beim Himmel! erstand noch besser, als er gedacht hatte; und er schwur,so müsst er der Heimlicherin auch lassen, da sie besonderseinerlei Länge mit Madame habe. Das letzte war erlogenund diese um eine ganze halbe Nasenlänge kürzer auchsagt' es Lenette, die jene in der Kirche gesehen. Rosablieb dabei und setzte Seele und Seligkeit (denn in solchenZwisten sprach er ordentlich ruchlos) zum Pfände, die gnä-dige Frau sei nicht länger, er nehme das Abendmahl darauf,