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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Haupt eine Stadt-, aber keine Landkrämerin. Der Altreisflickte heute am h. Michaeliötage keinem Menschen einenSchuh als seiner Frau.

Sauge dich immer voraus, Held, an diesen feinen Raf-finad-Zucker des Lebens an und leere den vormittägigen Kon-fektteller ab; frage nichts nach dem Teufel und dessen Groß-mutter, sollten beide auch ihrer Natur nach darauf sinnen,irgend einen Sauertopf und Brechbecher, fa Giftbecher auf-zutreiben und dir ihn einzugeben.

DeS Mannes größte Lust ist aber noch rückständignämlich das unzählige Bettelvolk. Ich will die Lust beschrei-ben und dadurch austheilen.

Eine Kirmeß ist überhaupt die Messe, die Bettler jedesStandes jährlich beziehen; schon ein Paar Tage vorher dre-hen sich alle Fußsohlen, die auf nichts zu fußen haben alsauf milde Herzen, als Radien nach dem Orte, aber am Mor-gen der Kirchweih selber kommt erst der bettelnde Jahrgangund die Krüppelkolonne ordentlich in Gang. Ein Mann, derFürth gesehen, oder der in Elwangen unterP. GaßnersRegierung gewesen, der kann diese Blätter aus seinem Exem-plar Herausschneiden; aber ein anderer hat nicht eher einenBegriff von allem, als bis ich weiter gehe und ihn zum Kuh-schnappelischen Thore hineinführe.

Der Straßen - Gottesdienst und die Sing - Ständchenheben nun an. Blinde singen, wie geblendete Finken,besser, aber lauter die Lahmen gehen die Armen pre-digen das Evangelium selber die Taubstummen lärmensehr und läuten die Messe ein mit einem Glöckchen einerführet mitten in die Arie des andern mit seiner eignen hin-ein vor jeder Hausthürc klappert ein Vaterunser und