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erbötig, daß im Reichsmarktsieckcn Kuhschnappel beinahenicht mehr Bürger als Patrizier leben, welches um so wun-derbarer ist, da die letzten — wegen ihres Hungers — schwe-rer zu leben haben. Ich frage, welcher neuere Staat kannso viele Freie aufzeigen? Waren nicht sogar im freienAthen und Rom — in West-Indien ohnehin — mehr Knechteals Freie, daher man jene durch keinen besondern Anzug zubezeichnen wagte? Und sind nicht noch in allen Staatenmehr Lehn- als Edelleute, obgleich diese längst in stärkererAnzahl vorhanden seyn könnten, da Bauern und Bürgernur von der Natur, die Patrizier hingegen sowol von derNatur als von der Kunst aus Reichs- und Fürsten-Kan-zeleien nachgesäet werden? —
Wäre die Beilage nicht eine Abschweifung, von welcherman gewöhnlich Kürze fordert: so wollt' ich weitläuftig ge-nug darthun, daß Kuhschnappel noch in mehren Vorzügenmanchen Schweizerstädtcn wo nicht vor- doch gleichstehe,z. B. in gutem Abschleifen und Verlängern des Richtschwer-teS und überhaupt im Handhaben eines rechten knotigen,gestachelten Stab-WeheS — in der geistigen Fruchtsperre,nicht gegen das Ausland, sondern gegen das Innere, umGedanken und hundert anderes geistiges Zeug nicht cinzu-lassen — und sogar selber im grünen Markt oder Handelmit jungen Leuten, denn waS eben letzten anlangt, so ist bisheute der Absatz von jungen Kuhschnapplern nach Frankreichzu Thürstehcrn und zu Kronvorfechtern nur darum so flau,weil die Schweizer den Markt gräulich mit kräftigen Jüng-lingen überfahren, die sich vor jede Thüre und (ist's Krieg)vor jede Kanone stellen: wahrlich, sonst sollte vor mehr alseiner Thüre ein Kuhschnappler stehen und sagen: kein Mensch