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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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angesessen ist. Schwaben kann sich überhaupt für eine Brut-tafel oder ein Treibhaus der Reichsstädte halten, dieserdeutschen Niederlassungen und Absteigequartiere der Göttinder Freiheit, welche Leute von Geburt als ihre HauSgöttinanbeten und die nach der Gnadenwahl Sünder selig macht.Ich muß hier endlich den allgemeinen Wunsch eines gutenAbrisses von der Kuhschnappelischen Regierungform erhören;aber wenige Leser werden wie Nicolai, Schlözer undähnliche es mir glauben, mit welcher Noth und mit welchemAufwande von Briefporto ich hinter bessere Nachrichten vonKuhschnappel gelangte, als öffentlich herumlaufen, daReichs- wie Schweizerstädte ihre Honig-Wachögewirke javerkleben und verbauen, als wären ihre Verfassungen ge-stohlne, noch mit den rechtmäßigen Namen gestempelte Sil-bergeschirre, oder als wären die Städtchen und LändchenFestungen (was sie doch nur mehr gegen die Bürgersind, als gegen die Feinde) von welchen kein Abriß denFremden zuzulassen.

Die Verfassung unseres merkwürdigen Reichöplatzeö Kuh-schnappel scheint ursprünglich der Vorriß gewesen zu seyn,welchen Bern, daö am Ende nahe genug liegt, in der sei-nigen kopirte, aber mit dem Storchschnabel ins Größere.Denn Bern hat seinen großen Rath wie Kuhschnappel,dort macht er so gut Krieg und Frieden und Todesurtheilewie in Kuhschnappel, und besteht aus Schultheißen, Sek-kelmeistern, Vennern, Heimlicher«, Rathherren, nur auö meh-ren als in Kuhschnappel; ferner hat Bernseinen kleinenRath gleichfalls, welcher Präsidenten, Gesandten und Gna-dengeldcr hergibt und dem großen nachwächset die 2 Apel-lazionkammern, die Holz-, Jäger-, Reformazionkammern, die