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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
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seiner Schmerzen zn geben. Den verwaiseten Geliebten aberüberfiel ein großer Schmerz, weil Menschen, die selten inThränen ausbrechcn, sie desto nnmäßiger vergießen; undso kam er zurück und legte das erschöpfte anfgelöste Herz andie sorglose Brust seiner Gattin zur Ruhe, welche nicht ein-mal ein Traum bewegte, aber noch lange bis in den Vorhofder Träume hinein begleiteten ihn die Bilder von Lenettenskünftigen Tagen und von des Freundes Nachtgange unterden Sternen, zu welchen dieser draußen einsam aufblickte,ohne die Hoffnung, ihnen jemals näher zu kommen; und geradeüber den Freund weinte er unter nicht mehr als zwei Augenam längsten . . . .

O ihr beiden Freunde, du der draußen und du der zuHause! Aber warum soll ich denn immerfort das alteaufquellende Gefühl zurückdrücken, das ihr in mir so starkwieder aufgeweckt, und mit welchem mich sonst in meinenJugendjahren die Freundschaft zwischen einem Swift undeinem Arbuthnot und einem Pope in ihren Briefen gleichsamverstohlen, aber so stark durchdrungen und erquickt? Undwerden nicht auch viele andere sich gleich mir erwärmt undermannt haben an dem rührenden ruhigen Lieben dieserMännerherzen unter einander, welche, obschon kalt und schnei-dend und scharf gegen die Außenwelt, in ihrer gemeinschaft-lichen Innenwelt zärtlich und feurig für einander arbeitetenund schlugen, gleichsam hohe Palmbäume, langgestachelt gegendas gemeine Unten, aber im Gipfel voll köstlichen Palmen-wein der kräftigsten Freundschaft?

Und wenn dieß alles so ist: so darf ich wol auf derLiefern Stufe unserer beiden Freunde etwas AehnlicheS an-treffen, das auch wir an ihnen nachliebeu. Fragt nicht sehr,