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recht klar, in wie weit der Gründer seinen Zweck erreicht habe; man sagtewohl den Scharnaft's verschiedenes Böse nach, allein es kroch immer nurso im Dunkel herum: andrerseits stand aber auch die Thatsache fest, daßman sich nie einer Zeit erinnern konnte, wo einer von ihnen als aus-nahmsweises Muster der Tugend wäre aufgestellt worden.
Heutzutage liegt die Burg beinahe in Trümmern, und seit der letzteScharnasi in Afrika erschossen worden ist, konnte man auch gar keinenAnwärter mehr auf den Rothenstein auftreiben, und ein Schalk warfbereits die lächerliche Rechtsfrage auf, ob nun auch der Fiscus seineLebensbeschreibung werde schreiben müssen.
So standen actengcmäß die Sachen, als sich das zutrug, was wiri» den folgenden Blättern erzählen wollen.
Eines schönen Sommertagcs gegen Abend im Jahre 1836 schrittcm junger, leidlich schmucker Bursche das romantische Waldthal derFichtau an dem Flusse Pcrnitz entlang. Dieser Mann war trotz des jun-gen freundlichen Gesichtes lächerlich anzusehcn; denn er war verworrenangezogen und mit den seltsamsten Dingen bepackt. An einem um dieSchulter gehenden Ledcrriemen hing eine große, flache Seitentaschc, wiecm Ofenschirm, der ihn am Gehen hinderte; längs der Kante dieserTasche war ein Holzfuß geschnallt, der, auscinandergclegt, das Gerüstezu einem Feldsesscl abgab. Auf dem Rücken irrig der Mann ein Ränz-lein, das ebenfalls wieder so breit war, daß cs rechts und links an seinerPerson Hervorstand; davon hing ein langstieliger Hammer, und eineabenteuerliche Hacke herab; oben war ein großer grauer Regen- undSonnenschirm, und eine lange Blechbüchse daran geschnallt, welche beidewagrecht so sehr über seine Schultern hinausragten, daß er von fernanzusehen war, wie ein wandelndes Kreuz. Die Hand hielt einen Alpen-stock mit mächtiger Eiscnspitze — des klebrigen hatte er einen breitenStrohhut aus, cisenbeschlagcne Stiefel an, und sein Rock schlug bei jedemSchritte so pendclmäßig gegen seine Füße, als trüge er beide Säcke vollEisen oder Gestein. So hatte man ihn schon mehrere Wochen in denBergen der Fichtau hcrumgehen und herumsitzcn gesehen.
Die Fichtau aber ist ein schönes Bcrgrevier, voll sanftblickendem,rothbrüchigem Marmor, frischem Waldesgrün und eiskalten, abschießcn-dcn Quellen. Die Pernitz läuft unten voll Lärmen und Gepränge durch,bis sie draußen ein zahmer Fluß wird, Wiesen wässert, und Walkmühlen