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1 (1855)
Entstehung
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mm Leben noch entwickeln, was vorlicgt eine That, die eigentlich ge-heim bliebe» sollte, aber ansgetreitet wurde, und ihm mit eins alle Her-zen der Haidcbewohuer gewann.

Als endlich die gezimmerten Truhen mit dem Postboten in dieStadt, und von da durch Getreidewagen auf die Haide gekommen waren,als er daraus die Geschenke hervorgcsucht und ausgetheilt, als er tau-senderlei Merkwürdiges gezeigt, Blumen, Federn, Steine, Waffen undAlles genug bewundert worden war, trat er desselben Tages Abendszu dem Vater in die Hintere Kammer, als er gesehen hatte, daß derselbehincingegangen, und, wie er gern that, sich in den hineinfallenden Flie-derschatten gesetzt hatte er trat beklommen hinein und sagte mit fastbebender Stimme:Vater, Ihr habt mich auferzogen, und mir Liebesgethan, seit ich lebe ich aber habe cs schlecht vergolten; denn ich binfortgegangen, daß Ihr keinen Gehüsten Eurer Arbeit hattet, und EurerSorge für Mutter und Großmutter und als ich gekommen, warfctIhr mir nichts vor, sondern wäret nur freundlich und lieb ; ich kann esnicht vergelten, als daß ich Euch nicht mehr verlassen und Euch nochmehr verehren und lieben will, als sonst. So viel Jahre mußtet Ihrsein, ohne in mein Auge schauen zu können, wie es Eurem Herzen wohl-gethan hätte; aber ich bleibe jetzt immer, immer bei Euch. Alleinweil mich Euch Gott auch zur Hülfe geboren werden ließ, so lernte ichdraußen allerlei Wissenschaft, wodurch ich mir mein Brot verdiente, undda ich wenig brauchte, so blieb Manches für Euch übrig. Ich bringe esnun, daß Ihr es auf Euer Hans wendet, und im Alter zu Gute bekom-met, und ich bitte Euch, Vater, nehmet cs mit Freundlichkeit an."

Der Alte aber, hochroth, zitternd vor Scham und vor Freude, waraufgesprungen und wies mit beiden Hände» die dargcbotenen Papierevon sich, indem er sagte:Was kommt Dir bei, Felix? Ich bin so er-schrocken, da sei Gott vor, daß ich die Arbeit und Mühe meines Kin-des nehme ach, mein Gott, ich habe Dir ja nichts geben können,nicht einmal eure andere Erziehung, als die Dir der Herr auf der Haidegab, nicht einmal das fromme Herz, das Dir von selber gekommen.Du bist mir nichts schuldig die Kinder sind eine Gottesgabe, daß wirsie erziehe», wie es ihnen frommt, nicht wie cs uns nützt; verzeihemir nur, Felix, ich habe Dich nicht erziehen können, und doch scheint es