147 —
Häuft eingefunden hatten, und ehrbar neugierig herumstandcn, grüßteer alle freundlich, lüftete den Reifthut, und reichte ihnen, obwohl un-bekannt, die Hand.
Endlich ging man in das Hans und nach Haidesitte gingen VieleNachbarn mit, und waren dabei, wie er Geschenke und Berichte aus-packte. Auf der Gasse wurde es stille, die Menschen suchten nach dorti-gem Gebrauche zeitig ihre Schlafstelle», und die rvthen Pfingstwolkenleuchteten noch lange über dem Dorfe.
4 .
Der Hludeüemoliner.
Und als des andern Tages die ersten Sonnenstrahlen glänzten, unddie Haidedvrfbewohner bereits im Festputze gerüstet waren, um zur fer-ne» Kirche zu gehen: so war einer der Bewohner mehr, und einer derKirchgänger mehr. Die Nacht hatte cs Manchem verwischt, daß er ge-kommen, aber der Morgen brachte ihnen wieder neu den neuen Besitz,damit sie sich daran ergötzten: die Einen mit ihrer Neugierde, die An-dern mit ihrer Liebe — Alle aber hatten eine unsichere Scheu, selbst dieEltern, was cs denn wäre, das ihnen an ihm znrückgebracht worden sei,und ob er nicht ein fremdes Ding in der übrigen Gleichheit und Einer-lciheit des Dorfes wäre.
Er aber stand schon angckleidet, und zwar m dem leinenen Haidc-kleide und dem breiten Hute im Freien, und schaute mit den großen,glänzenden, sanften Augen um sich, als die Mutter zu rhm trat und ihnfragte, ob er auch in die Kirche gehen werde, oder ob er müde sei, undGott zu Hause verehren wolle.
„Ich bin nicht müde," antwortete er freundlich, „und ich werde mitEuch gehen denn er sah, daß die Mutter zum Kirchcngchen angczogen>«>>r, und daß auch der Vater in seinem Sonntagsrockc aus dem Hausekomme.
lü'