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vstindischen Handel, und ging nach Frankreich aus dasselbe Landhaus undverwaltete auch die Habe seiner zwei Bruderskindcr als Vormund."
„Der Knabe wurde bald mit einem Lehrer nach Paris getha»,und das Mädchen erhielt eine Erzieherin. Als er zwölf Jahre alt war,geschah cs, daß er mit seinem Erzieher auf der Reise nach dem Land-hause iu eine Schenke der Cevenncn trat. Viele Leute gingen aus einerKammer aus und ein, und machte» traurige Gesichter, und als er auchhineinging, sah er einen tobten Mann liegen, mit jungem, blassemGesichte und einer breiten Stirnwunde, aus der kein Blut mehr floß,und die sauber ausgewaschen war. Ueber den Leib war ein weißes Tuchgebreitet. Als er sich erschrocken wegwendete, sah er auf einer zweitenBank eine Frau liegen, bis auf die Brust zugedeckt; diese aber und dasAngesicht waren weiß wie Wachs und wunderschön, nur in der Gegenddes Herzens war ein rother Fleck, wo, wie sie sagten, die Bleikugel hin-eingegangcn sei. Was aber den Knaben zumeist jammerte, war einetwa zweijähriges Kind, das bei der Frau saß und fortwährend die wei-ßen Wangen streichelte. Des Morgens hatte man sie etwa eine halbeMeile tiefer im Walde bei einem umgestürzten und geplünderten Wage»gefunden. Das Mädchen sei unverletzt unter einem Haufen schlechterKleider gelegen, und hatte ein sehr kleines goldnes Kreuzcheu um den blo-ßen Hals hängen."
„Angela!" rief ich —
„Ja, unsere Angela!" crwicderte sie, und fuhr fort: „Emil ging j»dem Mädchen und liebkoste cs; da lächelte ihn die Kleine an und sagteLaute, die nicht französisch waren. Der Knabe begehrte das Kind mil-zunehmen, und da inan ihn und seinen Oheim kannte, so ward sie ihmohne Weiteres überlaste», bis sie von ihren Angehörigen Jemand zurück-fordere. Sv brachten die zwei Männer das Kind auf das Landhaus.Nie hat sich aber Jemand mehr um die Waise gemeldet. Sie ward so-fort meine Gespielin und der Liebling Emil's. So oft er auf Besuch dawar, der oft Monate dauerte, lehrte er sie Buchstaben kennen, Blumenund Faltern nennen, und erzählte ihr Märchen. Sie horchte gern aufihn und begriff wuuderähnlich, und liebte ihn auch am meisten. Dannsagte er ihr von fernen Ländern, in denen er geboren worden, und vonden schönen Mensche», die dort wohnen. Ans einmal verlangte er selbernach Ostindien. Alle Werke über dieses Land, die er habhaft werden