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1 (1855)
Entstehung
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gern vorquellen und dich unbegreiflich überschwengliche Tonherz, Beet-hoven, sich begeistert, die Thore aufrecht von seinem inner» toben-den Universum, und einen Sturmwind über die Schöpfung gehen

läßt, daß sich unter ihm die Wälder Gottes beugen-und wenn

der wilde geliebte Mensch dann wieder sanft wird und hinschmilzt, umLiebe klagt oder sie fordert für sein großes Herz, und wenn hierbeiihre Finger über die Tasten gehen, kaum streifend wie ein Kind »drückenwürde, und die guten, frommen Töne wie goldene Bienen aus den vierHänden fliegen und draußen die Nachtigall darein schmettert, und dieuntergehende Sonne das ganze Zimmer in Flammen und Blitze setztund ihr gerührtes Auge so groß und lieb und gütig auf mich fällt, alswäre der Traum wahr, als liebte sie mich: dann geht eine schöne Freudedurch mein Herz, wie eine Morgenröthe, die sich aufhellt die Tönewerden wie von ihr an mich geredete Liebesworte, die vertrauen undflehen und Alles sagen, was der Mund verschweigt.

Solches Thun und solche Freuden reinigen das Herz. Wir stehendann alle Vier am Fenster, wie lauter Geschwister, die keiner Schrankegegen einander bedürfen, weil kein Wunsch da ist, eine zn überspringen,sondern nur einfache Liebe. Und wenn ich fortgehe, so geschah cs schon,daß sie mir freiwillig, Lucie und Angela, die liebe Hand hinrcichtc», dieAngela sogar herzlich drückend in die meine fügte, mit liebevollen, kühlenAugen mich anblickend, und sagend:Kommen Sie morgen nicht znspät, und gehen Sie heute in kein Gasthaus mehr." Sie hat nämlicheinen fast übertriebenen Haß gegen diese Anstalten. Und in Wahrheit,Titus l seit ich sie kenne, ist es mir selber so; mich widert das schaleUnterhaltungsuchcn unsäglich an, und hier ist es ziemlich, wie in jedergroßen Stadt, im Schwünge, und sogar eine Abschiedsrcdc haben sie,die sagt: ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung. Ich glaube, ei»Bauer meines Geburtsthales schämte sich wenn man diese Abschiedsredezu ihm sagte, da er sich Unterhaltung nur erlaubt, aber Arbeit für ehren-voll ansieht. Ich werde daher außer dem Mittagessen und manchmalAbends, dem alten Aston zu lieb in einem Garten, nie in einem Gast-hause gesehen.

Seit jenem Balle sind nun vier Wochen, und ich sehe sie seit derZeit täglich und dennoch weiß ich von ihren gewöhnlichen Verhältnis-sen nichts, ja nicht einmal ihren Familiennamen, sondern nur, daß sie