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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Leute sonst den aus ihm erliegenden Wasserscheuen zuletzt selbererstickten aus Mitleid. Freilich konnte eine kleine Stadt ihnso wenig ausstchen, als er sie; denn verstehen konnte sic ihnnoch weniger. Saßen ja sogar im großem Baireuth ander Wirths-Tascl in der Sonne mehre Justizkommissarien (ichhabe die Sache aus ihrem Munde selber), welche seine Tafel-rcde (im 12ten Kapitel) über die den Fürsten so schweren Palin-genesien von Kronprinzen für eine förmliche Satire aus einenlebenden Markgrafen angesehen, indcß er bei allen Satirenauf niemand anders zielte, als auf sämmtliche Menschen zu-gleich. Freilich, wie unbesonnen führte er sich nicht in denelenden 8 Tagen, die er in unserem Hof im Voigtlande ver-brachte, auf öffentlichem Markte auf? Wollen mir's nichtglaubhafte Variskcr wie die alten Voigtländer zu CasarsZeiten nach einigen hießen, nach andern aber Nariskcr be-zeugen, daß er in den besten Kleidern neben dem RathhauseBergamottcbirncn, und in der Brodbank Gebacknes dazu öffent-lich eingekauft? Und haben ihm nicht Nariskerinnen nachgc-sehen, die beschwören wollen, daß er besagtes Speisopferda doch Stallfütterung allgemein empfohlen wird im Freienverzehrt habe, als war' er ein Fürst, und im Gehen, als war'er eine römische Armee? Man hat Zeugen, die mit ihm ge-walzt, daß er Maskenbällen in Schlafrock und Fcdermützebeigewohnt, und daß er beide schon den ganzen Tag im Ernstgetragen, eh' er sie zum Spaße Abends anbehalten. Ein nichtunverständiger NariSker voll Mcmorie, der nicht wußte, daßich den Mann unter meinen historischen Händen hatte, gingmit folgenden frechen Reden Leibgebers heraus:jeder Menschsei ein geborner Pedant. Wenige hängen nach, säst allevor dem Tode in verdammten Ketten, ein Freimann bezeichne

Jean Maul'» aurgew. Werke. IX. lg