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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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sah sich leicht um, blos um zu zeigen, daß er schon wach sei,und ging an die Glaspforte des künstlich-baufälligen Tempelshinan, um sich neben dem Räthsel zu verweilen. Drinnen standihm gegenüber ein Pfcilcrspicgel, der den ganzen Mittel- undVorgrund hinter ihm, sammt der weißen Unbekannten, in diegrüne Perspektive eines langen Hintergrundes hcrumdrchte.Firmian ersah im Spiegel, daß sic den ganzen Stranß gegenihn werfe, und daß sic endlich als dieser nicht so weit flie-gen konnte - die aufgcsparte Pomeranze bis beinahe unterseine Füße kegelte. Er wandte sich lächelnd um. Eine sanfte,aber hastige Stimme sagte:Kennen Sie mich nicht?" Ersagte: nein! und eh' er noch langsam dazu gesetzt hatte:ichbin ein Fremder," war ihm die unbekannte Oberin naher getreten und hatte ihre Mosis-Flordccke schnell vom Gesicht ge-rückt, und in einem höhcrn Tone gesagt:und noch nicht?" Und ein weiblicher Kops, der vom Halse des vatikanischenApollo abgesägt, und mir mit 8 oder 10 weiblichen Zügenund mit einer schmälern Stirn gemildert war, glänzte vor ihm,wie ein Marmorkopf vor der Lohe einer Fackel. Aber indemer dazu setzte, er sei ein Fremder und indem die Gestaltihn näher und nnvcrgittert anblicktc und indem sic dasFlor-Fallgatter wieder niedcrließ (welche Bewegungen insge-sammt nicht so viel Zeit Wegnahmen, als eine einzige des Pen-dels einer astronomischen Uhr): so kehrte sic sich weg und sagteweniger verlegen, als wciblich-entrüstet: vergeben Sie!

Es hatte wenig gefehlet, so war' er ihr beinahe mecha-nisch hinterdrein gezogen: er verzierte jetzt die ganze Uantniniestatt der steinernen Göttinnen mit lauter Gypsabgüssen desentflohenen Kopfes, derblos drei Pleonasmen im Gesichte hatte,zu viel Wangcnroth, zu viel Biegung der Nase und zu viel