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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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sowol der Gedanken als der Gehirnbewegungen hinzu, wel-chen der Tag noch nicht seine vielerlei Richtungen aufgedrun-gen, und endlich noch die Macht der Erstgeburt, welche dererste Gedanke am Morgen, ähnlich den ersten Jugendein-drücken, ausübt.- Solchen Erklärungen zufolge kountc nundem Advokaten, wenn er so im warmen Treibbeete der Kissenwuchs und die besten Blüten und Früchte trug, nichts ver-drießlicheres zu Ohren kommen als Lencttens Ruf in derStube: komm' herein, der Kaffee ist fertig; gewöhnlich gebarer in der Eile, obgleich in steter Horchangst vor einem zweitenMarschbefehl, noch einen oder ein Paar glückliche lebhafte Ge-danken in seinem Kindbette nach. Da Lenette aber seine Re-spekt- oder Respitminuten, die er sich zum Aufstehcn nahm,voraus wußte, so rief sie schon, wenn der Kaffee erst kochte,in die Kammer hinein: Steh' aus, er wird kalt. Der sati-rische Rückenschwimmer wurde wieder seines Orts dieses Vor-rückcn der Tag- und Nachtgleicheu gewahr, und blieb ganzruhig und vergnügt voll Anstrengung zwischen den Federn undbrütete fort, wenn sie erst das erstemal gerufen hatte, undantwortete blos:den Augenblick!" sich seines gesetzmäßigenDoppel-Uso's von Frist bedienend.

Dieß nöthigte wieder die Frau von ihrer Seite noch wei-ter zurück zu gehen und schon, wenn der Kaffe kalt am Feuerstand, zu rufen: komm', er wird kalt. Auf diese Weise aberwar bei einem solchen wechselseitigen Vcrfrühen und Verspäten,das täglich bedenklicher wuchs, nirgends Einhalt und Rettungabzusehcn, sondern vielmehr eine solche Steigerung zu befah-ren, daß Lenette ihn um einen ganzen Tag voraus zu frühzum Kaffee rief, wicwol beide am Ende wieder ans die rechtenSprünge zurückgekommen wären; so wie die jetzigen Abend-