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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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Ein ähnliches Wunder, als ein solcher junger Mann undHauptstädter, ist mir nie vorgckommcn, es mußte denu derMauu seyu, den ich in der Baireuther Harmonie gehört, wel-cher seiner Scits wieder eine ganze ^cackeiniö Royale cl«Iinislgus, ein ganzes Orchester darstellte, indem er mit seinemeinzigen Körper alle Instrumente trug und spielte. Es bliesdieser Panharmonist vor uns Theilharmonisten ein Waldhorn,das er unter dem rechten Arme fest hielt, dieser strich wiedereine Geige, die er unter dem linken hielt, und dieser klopftewieder zur schicklichsten Zeit eine Trommel, die er auf demRücken trug und oben hatt' er eine Mütze mit Schellenaufgesetzt, die er leicht mit dem Kopfe janitscharcnmäßig schüt-telte und an die beiden Fnßkuorren hatt' er Janitscharcn-Blechc angcschuallt, die er damit kräftig wider einander schlug;. und so war der ganze Mann ein langer Klang, vom Wir-bel bis zur Sohle, so daß man diesen Gleichniß-Mann gernwieder mit etwas verglichen hätte, mit einem Fürsten, deralle Staats-Instrumente, Staats-Glieder und Repräsentantenselber rcpräsentirt.-Wo soll nun aber vor Haupt-

städtern und Lesern, welche einem solchen Allspicler als All-wisscr gleichen, ein Mann wie ich, der, wenn es hoch kommt,nur von sieben Künsten Heidelberger Magister und einigerPhilosophie Doktor ist, rechten Muth hernchmen, in ihrerGegenwart künstlich und glücklich auszuschweifen? Fortgangin meiner Erzählung ist hier weit sicherer.

Den Advokat Sicbcnkäs treffen wir denn unter lauterHoffnungen, aber mit tauben Blüten wieder an. Er hattegehofft, er werde nach dem Königschussc wenigstens so langgute Tage erleben, bis das Schußgeld aufgezchret sei, we-nigstens 14; aber das Trauerschwarz, das jetzo die Reise-