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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Gedanken weder sing- noch blasfähig fand. So muß sogarder Geist des Geistes, das Gedicht, ans seinem freien Himmelin einen Erdenlcib, in eine enge Flügelscheide ziehen.

Vult hingegen hatte leicht Gesang und Begleitung gesetzt;denn im unermeßlichen Aether der Tonkunst kann alles fliegenund kreisen, die schwerste Erde, das leichteste Licht, ohne zubegegnen und anzustoßcu.

Da Walt bekanntlich das Gedicht in seinem Roman ganzabdruckcn lassen, nur mit wenigen, aber unwesentlichen Ab-änderungen in den Stellen: Wach' aus, Geliebte, der Morgenschimmert, dein Jahr geht auf dann: Schläferin, hörst dunicht die Liebe rufen und träumst du, wer dich liebt undendlich: Dein Jahr sei dir ein Lenz und dein Herz im langenMai die Blume so setz' ich die Verse als allgemein bekanntvoraus.

Jetzt war blos die Schwierigkeit, Minen Musik und Textzuzuspiclen. Walt schlug mehrere ausführbare Mittel und Wegedazu vor, die sehr dumm waren, Vult schlug aber jedes aus,weil mau beim Treibjagcn der Mädchen, sagt' er, nichts zuthun habe als ruhig zu stehen ans dem Anstand schußfcrtig,um sogleich abzubrcnnen, wenn sic das Wild vortreiben.

Jndeß wurde nichts gebracht; Wina verstand von denweiblichen Vermittlers- und Dietrichs-Künsten so viel alsWalt. Endlich erschien eine Helle Dezember-Dämmerung imPark, wo der lange Sec (cs war ein schmaler Teich) mit demBesen vom Schnee gesäubert wurde, und wo später, da derMond scharf jeden dürren Schatten-Banmschlag auf dem wei-ßen Grund abriß, nicht nur die drei Ursachen davon verschwan-den in die nahe Rotonda ein schönes Rindcnhaus, das demrömischen Pantheon auffallend ähnlich war in der Oeffnung