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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
204
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auf der Post nach Berlin, aber nicht blind, sondern sammtunserer ganzen geldersparenden Gesellschaft für ein cinmänni-gcs Postgeld. Einer nämlich ließ sich stets cinschrcibcn, wel-cher zahlte und öffentlich vor der Welt einsaß. Draußen stiegeiner um den andern von uns aus, nach der anciaiEtL derMüdigkeit, indeß die übrigen Deutschlandsfahrcr neben demWagen aus beiden Seiten mitgingcn; so daß vor dem zweitenPosthaus immer ein anderer Passagier absprang, als vor demersten aufgesprungen war. Die deutschen Posten fahren immerso gut, daß man schon mit sortkommt zu Fuße. In Berlinselber fuhr ich, weil mir die Gelder ausbliebcn, die ich ausEngland bezog, noch viel härter. Vom einzigen Berge da,inonts ctl pietü, hatt' ich Aussicht; in großen Städten mie-thct man sich alles, Häuser, Pferde, Kutschen, böse Frauen,besonders aber zuerst Geld. In letzterem ging ich weit. Schul-den führen wie andere Silber-Pillen erst den Morgen darauf,wenn man ausgeschlasen, das ab, was man noch hat. EineFigurantin bei dem Ballet, welche ich heirathcn wollte, weilsic die Unschuld selber war, und folglich solche nie verlierenkonnte, steigerte das Leid ohne Beileid, die Schulden, nochhöher, weil wir die Flitter- und Honig-Wochen vor der Eheabthaten, damit diese nachher ungestört aus Einem Stückegemacht wäre; Flittern und Honig wollen aber gekauft seyn.Wie wir freilich liebten, sie im bessern Sinne Figurantin, ichFigurist, mit welchen Konfigurazioncn davon ist kein ande-rer Zeuge mehr da denn sie wollte kein bloßes Bruststück als ihr Herzgrubcnstück, das ich in einer Ferne von 6Schuhen malte, indem ich nämlich, selber ein lebendiges Knie-stnck, die niedrigen Beine aus Ehrfurcht hinter mich odermeine Schenkel zurückwerfcnd, vor ihr stand auf den bekannten