62
Zunge, mit den Styloglossis exkavirt' er sie — darauf hober Zungenbein und den Kehlkopf empor und stieß die Unglücks-Kugel wie mit Ladstöckcn hinab. An anatomischen Schling-Regcln fehlt' es ihm gar nicht.
Noch lag eine ganze Drittels-Semmel por ihm, und derLarvenhcrr inkorporirte schon zusehends das vierte Viertel,sein Arm schien ein Pnmpenstiefel oder sein Löffel.
Der Unglückliche schnappte nach der zweiten Hemisphäreder Höllenkngcl — in Betracht der Zeit hatt' er ein entsetz-liches Divisionscxcmpcl vor sich oder in sich, eine lange Ana-lyse des Unendlichen — er schancte kauend die Zuschauer an,aber nur dumm, und dachte sich nichts bei ihnen, sondernschwitzte und malmte verdrießlich vor sich — die zwanzig Tha-lcr auf dem Tische sah er grimmig an, und wechselnd denLöffel-Sauser — zu reden war keine Zeit und das Publikumwar ihm nichts —- die elende Pcchkngcl vom Drachen tonnt'er nicht einmal zu Brei zersetzen (cs floß ihm nicht) — ansSchlucken dürft' er gar nicht denken, indeß er sah, wie derMaskenhcrr den Wein nur noch znsammenfischte-
Das fühlt' er wol, sein Heil und Heiland wäre mangewesen, hätte man ihn ans der Stelle in eine Schlange ver-kehrt, die alles ganz cinschlnckt, oder in einen Hamster, der indie Backentaschcn versteckt, oder ihm den Thyreopalatinns ans-gcriffcn, der die Eßwaarcn hindert, in die Nase zu steigen.
Endlich schüttete der Maskenhcrr die Schliffet in denLöffel aus — und Fränzel stieß und worfelte den Scmmcl-„K>ol,e cle Loinpression" noch hin und her, so nahe am er-weiterten Schlundkopsc, aber ohne das geringste Vermögen,die Semmel durch das offne Höllenthor zu treiben, so gut erauch aus den anatomischen Hörsälen wußte, daß er in seinem