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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
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und Hcrwcg, wie durch ein Kornfeld, streifte oft an Chcmiscnvorbei, stand vor manchen Gruppen still, und lächelte kühngenug in fremdes Gespräch hinein. Jetzt trat die Blauäugige,welche keine Mannshandschuhe gekauft, ins Zimmer. Der Di-rekter»: der Truppe schnaubte öffentlich Wirren (so verkürzt' erJako-binc) hart an, weil sie ihm zu thcucrc Handschuhe mit-gcbracht. Mit Vergnügen entschuldigte Walt innerlich ihrenHandclsgeist mit der alten Theater-Einrichtung solcher Trup-pen, daß sie nichts übrig haben, und daß aller Goldstaub nurGeigcnharzpulver ist, das man rn ihr Feuer wirst. DasMädchen heftete, während der rohe Direktem um sie donnerte,die heitersten Blicke auf den Notarius, und sagte endlich, derHerr da möge doch den Ausspruch thun und zeugen. Erthat's und zeugte stark.

Aber der Donnerer wurde wenig erschüttert. Da tratdie Maske wieder ein. Walt scheuetc seinen bösen Genius.Sic schien ihn wenig zu bemerken, aber desto mehr den gei-zigen Prinzipal. Endlich brachte sie es durch leises Dispu-tircn dahin, daß zu einer Wette der Regisseur 10 Thalcr inSilber ans den Tisch legte und jene eben so viel in Gold.

Eine Flasche Wein wurde gebracht, eine Schüssel, einLöffel und eine ncugebackne Zweipsenning-Scmmel. Es wurdenun vor dem ganzen Stuben-Publikum die Wette publizirt,daß der Masken-Hcrr in kürzerer Zeit eine Flasche Wein mitdem Löffel auszncsscn verspreche, als der Direktem seine Sem-mel hinnntcrbringc; und daß dieser, wie gewöhnlich bei Wetten,gerade auf das Umgekehrte wette. Da die Wette gar zu un-gleich schien: so beneideten die meisten H-intcrsaffen des Theater-Lehnsherrn ihrem Vorgesetzten das ungeheure Glück, so leicht- blos durch ein Semmel-Essen zwei preußische Goldstücke,