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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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98 .

Goethe im Kestner.

(May 1774.)

Ist mir auch wieder eine Sorge vom Hals. Küsstmir den Buben, und die ewige Lotte. Sagt ihr ich kann

mir sie nicht als Wöchncrinn vorstellen. Das ist nun

unmöglich. Ich sch sie immer noch wie ich sie verlassenhabe, (daher ich auch weder dich als Ehemann kenne,noch irgend ein ander Verhältnis! als das alte, undsodann bey einer gewissen Gelegenheit, sremde Leiden-schaften aufgcflickt und ausgeführt habe, daran ich euch

warne, euch nicht zu stoscn) Ich bitte dich lass daseingeschlossene Radotage bis auf weiteres liegen, die Zeitwirds erklären. Habt mich lieb, wie ich euch, so hatdie Welt keine vollkommenere Freunde.

G.

Mein garstig Zeug gegen Wieland ' macht mehr Lärmals ich dachte. Er führt sich gut dabey auf wie ichhöre, und so binn ich im Tort.

' Es wird damitGötter, Helden und Wieland. Eine Farce1774" gemeint sein.