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Goethe an Kestncr.
Freytag Morgens.
Diese Nacht Träumte ich von Lotten, und wie ichaufwachte fass ich so im Bett und dachte an all unserWesen, von dem ersten Lager in Garbenheim,> bis zumMondenmitternachts Gespräch an der Mauer.- und weiter.Es war ein schönes Leben, auf das ich ganz heiter zu-rücksehe. Und wie lebt ihr um den Engel? — Ich binnletzt ganz Zeichner, und besonders glücklich im Portrait.Da sagen mir die Mädgen: Wenn sie das nur inWetzlar getrieben hätten und hätten uns Lotten mit-bracht. Da sag ich denn ich wollte ehstens hinüberund euch alle zeichnen. Da meynen sie das wäre kein
> In Garbenheim, unter einem Baume liegend, sah KestnerGoethen zum ersten Male. (S. Nr. 1.)
* Zu dessen Verständnis; wird folgender Auszug aus KestnersTagebnche dienen:
„d. 15. Ang. 1772.ich ging mit Goethe noch Nachts bis
12 llhr auf der Gasse spatziercn; merkwürdiges Gespräch, wo ervoll Unmuth war und allerhand Phantasien hatte, worüber wir amEnde, im Mondenschcin an eine Mauer gelehnt, lachten."