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Goethe an Kestner.
«ice. Wetzl, h. 16. Dec. 72.
Gestern Abend lieber Kestner unterhielt ich micheine Stunde mit Lotten und euch in der Dämmerungdarüber wards Nacht, ich wollte zur tühr hinaustappen,und kam einen Schritt zu weit rechts, tappte Papier —cs war Lottens Silhouette, es war doch eine angenehmeEmpfindung, ich gab ihr den besten Abend und ging.
Eben fiel mirs auch ein sie soll mir das Meubclnun schicken, lieber Kestner sorgt mir dasür dass fieseuch giebt, und packt mirs wohl in eine Schachtel, undlasst sie ein Papiergen schneiden, wie gros er seyn soll,lasst ihr keine Ruhe ich schreib euch keine Sylbe bisich den Kamm habe. Denn wir sind arme sinnlicheMenschen, ich möchte gern wieder was für sie, waSvon ihr in Händen haben ein sinnliches Zeichen wo-durch die geistliche unsichtbaare Gnadengütcr re. wies imEathechismus klingt.
Euer Brief macht mir viel Freude, lieber Kestner