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Goethe's Schwester an Aestner.
Mittwoch den 25. Nov. (1772.)
Lottchen muß mit meiner schlechten Schreiberey vor-lieb nehmen, wie ich die Noten schrieb, dachte ich nichtan die Worte, die drunter kommen sollten, und da istsdenn so ausgesallen, doch hoffe ich, dass es leserlichseyn wird.
Ich danke Ihnen, lieber Freund, für die Nachrichtvon meinem Bruder, bis jetzt ist er noch immer stummgegen uns — dass Sie nicht nach Manheim gehen, hater die vorige Woche Netten zu meinem Trost geschrieben,weil er versprochen hatte mich mit zu nehmen. ErinnernSie sich noch der guten Mägden, mein Freund, die wirdie vergangene Messe zusammen besuchten, sie lassen sichalle Lottchen und Ihnen empfehlen, und bitten sehr , dassSie beyderseits uns doch bald besuchen mögen; biss dahinaber dencken Sie so offt an uns, als wir an Sie denken.
G.