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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Goethe an Kekner.

pr«. W. 7. Ort. 72. (Frfrt.) Dienstags (6. Oct. 72.)

Morgen früh geht sb Cnttun und gelehrte Zeitung,und für die Bubens Bilder, dass jedes was habe.Unsere Spektakels mit den Pfaffen werden täglich grösser.Sie prostituiren sich immer mehr und wir rencherirendraus. Wollte ich fasse noch zu Lottens Füssen, unddie Jungen krabbelten auf mir herum. Wie stehts imwutschen Haus, ist noch sried und einigkeit unter denLeuten. Lebt die Dorthel noch immer so fort. War

ich jetzt in Wetzlar ich hätte der Lotte was zu vertrauen,wovon Sie nichts wissen dürfen. Adieu lieber Kestner,grüßen sie mir die Dorthel den braven Kielmanns-egg l auch. Isis denn wahr daß ihr noch hundert Jahrin Wetzlar bleibt man sagt im Publiko, die Vis. (Visi-tation) ginge wieder bald zusammen endigte mit denen

' Der Freiherr v. Kielmannsegge aus Mecklenburg hielt sich inWetzlar auf, um einen Proceß bei dem Cammergerichte zu sollicitireu.Er war ein besonders geschätzter Freund Kestners und zugleich einerder wenigen Freunde Jerusalems.