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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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wie eilt heiterer Frühlings-Morgen, zumal den Tag, weilsie den Tanz liebt; sie war lustig: sie war in ganz un-gekünsteltem Putz. Er bemerkte bey ihr Gefühl für dasSchöne der Natur und einen ungezwungenen Witz, mehrLaune, als Witz.

Er wußte nicht, daß sie nicht mehr srey war; ichkam ein paar Stunden später; und cs ist nie unsereGewohnheit, an öffentlichen Orten mehr als Freund-schaft gegen einander zu äusern. Er war den Tag aus-gelassen lustig, (dieses ist er manchmal, dagegen zurandern Zeit melancholisch,) Lottchen eroberte ihn ganz,um destomehr, da sie sich keine Mühe darum gab, son-dern sich nur dem Vergnügen überließ. Andern Tagskonnte cs nicht fehlen, daß Goethe sich nach LottchensBefinden auf den Ball erkundigte. Vorhin hatte er inihr ein fröhliches Mädchen kennen gelernt, das den Tanzund das ungetrübte Vergnügen liebt; nun lernte er sicauch erst von der Seite, wo sie ihre Stärke hat, vonder Häuslichen Seite, kennen.