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Ernten, Keltern, Dreschen, Hostien backen, Kirchenwäsche halten,Leute über Wasser tragen, Reisen unter tausend Beschwerden,und alles Das kehrt in bestimmter Kirchenzeit wieder. Sieschwimmt Tag und Nacht auf diesem Traummeer, erwacht istsie vom Sturm auf den Fels der Ärgernisse und der Versuchunggeworfen, und hängt da wimmernd, klagend, näht, flickt, willmit Krücken laufen, thut sich weh', hustet, kriegt Krämpfe,erbricht Blut und heut' schwarze Gallerte, morgen weißenSchaum, sinkt zusammen, die Fluth spült über sie her und derFisch des Propheten verschlingt sie, taucht unter und speit sieam folgenden Fels wieder aus.
Sie weiß selten was sie thut und spricht, selbst im Wachen— ich weiß nicht, lebt sie oder wird sie gelebt; doch ist inAllem eine zu ahnende geheime Ordnung so sicher, als die derGestirne, der Natur, der Geschichte, der Kirche und ihrer Zeit.
Vor einem ruhigen Nrtheil, welches sich jenem geheimenLeben ganz verschließt, erscheint sie als eine schwache, sehr kranke,gutthätige Person, welche ganz fromm ist und gern hilft undauch gern freundlich plaudert; wer aber jenes geheime, nichtvon ihr, sondern von der Natur verschlossene Leben erkennt, siehtkeine eigentliche Conformität zwischen beiden, weil gar keineFührung, kaum Hütung da ist. Sie läßt Dich von Herzengrüßen und Dir sagen, sie freue sich, daß es Dir gut gehe unddaß Du recht viel zu thun habest. — — — — — —
Lehre den Knaben Deiner Schwester auch früh für seineverstorbene Mutter beten, und für alle Noth und Leiden aufErden, für die Armen und Irrenden und für die Sünder undTrostlosen. Das thust Du gewiß schon, aber ich sage es dochgern. — — — — — — — — — — — —
Ich könnte Dir erstaunlich viel' Wunder melden, aber ich
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