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1 (1855) (1855)
Entstehung
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415
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uns eine Reihe von Briefen aus Würzburg gegeben, welche Augen-zeugen von dem größten Theil dieser Ereignisse in Würzburgnach Köln geschrieben, besonders eine Fräulein von Harff anihre Mutter in Köln. In dem Hause wo sie lebt, ist ein großerTheil der wunderbaren Heilungen geschehen, indem der Fürstganz erschöpft, und von Hilfeschreienden beinahe erdrückt, fliehendeiner Ohnmacht nahe, dort auf ein Bett sank, und die Men-schen das Haus belagerten, hereindrangen und die Kranken,Lahmen, Blinden, Tauben, Wahnsinnigen, Wassersüchtigenvon Arm und Reich ihm nachgetragen wurden. Es warvon Morgen bis Mitternacht eine Kette von den wunder-barsten Heilungen. Er war am dritten Tage so erschöpft, daßer Blut spie, er hat ganze Massen mit dem Segen geheilt,wenn er nicht mehr sprechen konnte. Die Krüppel und Todt-kranken bivouackirten auf öffentlichen Plätzen, die Ordnung derganzen Stadt Würzburg war verkehrt. Alles betet, weint, dankt;die vornehmen Leute schleppen und tragen die Kranken, dieUngläubigen bekehren sich und helfen.

Die Folgen von allem Diesem sind unabsehbar in diesembedeutendsten katholischen Staat, der eigentlichen Wiege undWerkstätte des Jlluminatismus. So sehr mich diese Ereignisseerfreut, so ist mir unter so vielen unbeschreiblich rührendenEinzelnheiten doch als das Merkwürdigste erschienen, daß, alsder Heilende Abends endlich fertig zu sein glaubte und von derFamilie der Schreibenden in einer Stube verschlossen, sich einwenig erholte, vier Polizeidiener, sage Polizeidiener, welche beiden Wunderheilungen Ordnung gemacht, vor der Thür kniend,weinend flehten: der Fürst möge sich doch noch zweier Krankenerbarmen; er kam auch heraus und sie gingen geheilt fort.

Alle diese Heilungen geschahen unter den mannichfaltigstenFormen, bald in Masse bei großer Ermattung durch Segen inder Kirche, aus der Thüre, auf der Gasse, wo Alle, die lebendig