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1 (1855) (1855)
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Herr, gib, daß ich fest glaube,

Gib Trost auf Erden schon,

Daß mir kein Zweifel raubeDer treuen Knechte Lohn.

Daß ich lobsingend dringeDurch Nacht und Morgenroth,

Daß ich den Tod bezwinge,

Stark durch dein Lebensbrod.

Ich weiß, vor deinem ThroneIn Füll' und Herrlichkeit,

Ist Allen ja die Krone,

Auch mir ein Ort bereit.

Die Buße wird mit Thränen,Geduld und stiller Pein,

Auch mir den Kranz verschönen,Gleich Perl' und Edelstein.

Soll ich als Zeuge dienen,

O Herr, nimm hin mein Blut,Das schmückt mir gleich RubinenDen Kranz mit Strahlenglut.

Wie prangt die grüne Weide,

Mein Hirte winket hier,

Ein Kleid von weißer Seide,

Ein Krönlein zeigt er mir!

O Perlen, herbe Thränen!

O Herzensblut, Rubin!

Herr, stille dieses Sehnen,

Herr, nimm mich bald dahin!"

So hat ein Kind gesungenWohl an der Wiese Rand,

Bis es der Hirt umschlungenVon Dorn und Distel fand.