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oder froh ist. Götze und die Gerlach's sind sehr fromm. Ichbeneide diese Menschen oft um das erweckende, vertraulicheGemeindegefühl in Hermes kleiner Kirche.
Was Du uns aus Gosner'/ Brief über deinen Pf.gemeldet, hat uns so bewegt wie Dich; wir erwarten mitSehnsucht etwas Näheres hierüber. In solchen Mittheilungenliegt eine göttliche Gewalt. Das kleine Büchlein, das Du mirgesendet, habe ich gelesen und lese es wieder; ich finde vielenTrost und viele Anregung darin, auf keinem Buch aber liegt ein.solcher Segen als auf dem Kempis. Es ist mir abermal einBeweis, daß die Schönheit, die Ruhe, die Harmonie, die Folgeeiner gleichkörnigen Durchbildung der ganzen innern Masse biszur äußern Erscheinung, immer der Stempel der Vollendungauch im geistlichen Wesen ist. Der Kempis ist ewig und einchristliches Kunstwerk.
P. hat durch seine religiöse Wendung sich ungemein zumBessern gewendet. Er ist Swedenborgianer, dessen Schriftenwirklich ganz herrlich sind. P. aber läßt leider nichts Anderesgelten, man kann Nichts mit ihm darüber reden; er verdammtalle Anderen mehr als er sie bemitleidet.
Schinkel und die Seinen grüßen auch. Ich sehe ihn seltener,weil er schrecklich zu arbeiten hat und ordentlich zu bedauern ist,weil der König ihm Alles ausstreicht, und nicht recht weiß, wieanders. Das Herrlichste, was er je erfunden, ist sein Odeumfür Eueren Kronprinzen, das Rauch eingesandt hat. ErkundigeDich unter der Hand, wie man es aufnahm; es ist ein Cyclusaus lauter Kapellen. Eine Kapelle mit dem Dürer's Kopf istausgeführt.
Grüße alle Freunde. Bitte Sailer um Verzeihung, theileihm meinen Zustand mit, er soll für mich beten. Gott wird sichmeiner wohl noch erbarmen, ich fühle oft recht innere Sehnsucht.Wenn Du einmal fest bist, suche ich Trost bei Dir, mein Treuer,