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1 (1855) (1855)
Entstehung
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129
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Auszug aus zwei Griefen von Clemens Brentano anI. Fr. Mes.

Heidelberg den lN. Januar l805.

Lieber Fries!

Unlängst ist schon durch Savigny's Empfehlung und Ihrenschriftstellerischen Ruhm in Carlsrnhe der Gedanke in Anregunggebracht worden, die Lehrstelle der Philosophie bei der neuenOrganisation der Universität durch Sie zu besetzen. Jetzt ist,so viel ich weiß, wo nicht der Ruf, doch wenigstens eine Anmu-thung von dem Curator Hofer an Sie ergangen. Ob Sie denVorschlag selbst mit Vergnügen erhalten, ob Sie Ihre Bedin-gungen gemacht, wissen wir hier noch nicht, das heißt der Cirkelmeiner Freunde, der, insofern er aus den neuen, eigentlich hierherrschenden Professoren besteht, sich lebhaft für den Gedanken,Sie hier zu besitzen, interessirt: Crenzer, Heise, der Sie persönlichkennt, und Bähr, der Sie, wie Heise, Ihrer philosophischenRechtslehre wegen sehr verehrt.

(Nun haben sie, heißt es dann weiter, Bedenken,Fries habe einen schlechten Vortrag.)

Crenzer hat mich nebst Anderen gebeten, Sie selbst umeine Erklärung über Ihren Vortrag zu bitten. Wie naiv mußich sein, daß man mir so etwas zumnthen kann, wie groß mußder Ruf Ihrer Wahrheit sein, daß man Ihnen ein so treuesUrtheil über Sie selbst zutraut.

(Wenn er noch nicht nach Carlsrnhe geantwortethabe, möge er auch selbst über Vortrag und Zuhörer-zahl in Jena, dorthin etwas einfließen lassen.)

Wenn es mit der hiesigen Universität glückt, wozu esviel Anschein hat, so hat es für die neuen Lehrer viel Vorzüge

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