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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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Eilftes Kapitel.

Sech« Treue tragen ihnZur letzten Nohstott hin,lind manche Herzen grämen sich,

Und manches Aug' weint bitterlich.

Der Klosterbruder.

Während dieß in dem Schloßhofe vorging, erhielt derjunge Ritter, Damian Lacp, die verlangte Audienz. EvelineVerenger empfing ihn in der großen Halle der Burg unterdem Thronhimmel fitzend, und von Rosa und andern Diene-rinnen umgeben. Nur Rosa war es erlaubt, sich in ihrerGegenwart eines Tabourets oder kleinen Stuhls zu bedienen»so strenge behaupteten die normannischen Mädchen von vor-nehmer Geburt ihre Ansprüche auf hohen Rang und ehrfurchts-volle Rücksichten-

Der Jüngling ward von dem Beichtvater und WilkinFlammock eingeführt, da den Einen sein geistlicher Charakterund den Andern das Amt, das Evelincns Vater ihm anver-traut hatte, berechtigte, bei dieser Gelegenheit gegenwärtigzu sein. Eveline erröthete unwillkührlich, als sie zwei Schrittevorwärts trat, um den schönen jungen Abgesandten zu em-pfangen. Ihre Schüchternheit schien sogar eine ansteckendeKraft zu besitzen; denn nicht ohne einige Verwirrung ver-mochte Damian die Hand zu küssen, die sie ihm, als Zeichender Bewillkommung, entgcgenreichte. Eveline sah sich ge-zwungen, zuerst zu reden.

Wir treten," sagte sie, »so weit vor, als es uns Gesetze,