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2 (1855) (1855)
Entstehung
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schafter nach Westphalen persuadiren wolltest; ich bin so nach-giebig, daß ich schon zitiere, wenn ich an eine Zumuthung denke.

Was meine Bücher angeht, so würde ich es mir zu großemGewissen machen, sie van der Meuten wegzunehmen, da erseinen einzigen Trost darin hat, und mir mit jedem Briefedemüthig dafür dankt. Sie können nirgends wohlbcwahrter undbenutzter stehen, als bei ihm, und wenn sie weg sind, hat ermehr verloren, als die Bücher, er wird die Hoffnung verlieren,mich bei sich zu sehcu. Mir ist nirgends so wohl geworden,als in seinem Häuschen mit seinen Freunden; da hatte ichAlles, was ich brauchte: Liebe, Rath, Trost, Verstehen, Hilfe,Erbauung, gutes Beispiel. Ich werde ihm die Bücher nichtwegnehmen, die ich nirgends jetzt brauche, am wenigsten aberin Boppard, wo gar kein Umgang und männlicher Halt ist. Dubist Dir selbst genug, Du kannst dort den Leuten was sein,kannst rechnen, Protokolle schreiben, sinanziren, trösten, Du kannstviel mehr sein, als Du bedeuten willst. Ich bin nie so vielgewesen, als wenig ich bedeute. Lasse, lieber Christian, van derMeulen meine Bücher, sie tragen schöne Zinsen bei ihm; hätteich nur mehrere und bessere, ich wollte sie ihm alle dazu schicken.

Du wirst von Diez die Nachricht von Hugues undlle. Herbst's Übertritt in München mit Freuden gehört haben.Letzterer scheint aus seinem Buche:Bibliothek christlicherDenker, Barth, Leipzig 1830," ein höchst bedeutendes Talentund edles Gemüth. Schelling, dessen verehrender Schüler er ist,wird zuschauen wie ein Huhn, das eine Ente auSgebrntet.

Ich fordere Dich auf, was von Bochhold ein kleiner Rutschist, den Gebetsschäfer selbst anzuschcn. Bernhard Diepenbrockgeht gern mit Dir, Du kannst von Arnheim mit Dampf herauf,er gehört nothwcndig in die Reihe Deiner Erfahrungen, derDu den Luzerner Wolf kennst. Es wäre mir sehr leid, so Dues nicht thätest.